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Offsetdruck - was ist das? Offsetdruck (Offset = Versatz) ist ein qualitativ hochwertiges Flachdruckverfahren, bei dem von einer Druckplatte über ein Gummituch als Zwischenträger auf den Bedruckstoff (Papier) indirekt gedruckt wird. Er ist das heute am meisten verbreitete Druckverfahren.
Der Vorläufer des Offsetdrucks, die Lithographie, wurde von ALOIS SENEFELDER erfunden, der auf geschliffenem Kalkstein mit Fettkreide seitenverkehrt zeichnete, den Stein dann mit Wasser benetzte und einfärbte. Die feuchten Stellen des Litho-Steins nehmen keine Farbe an, die mit Ölkreide gezeichneten Bildteile werden eingefärbt. Das Papier wird aufgelegt und mit einer Presse angedrückt. Das seitenverkehrte Bild auf dem Stein wird seitenrichtig auf das Papier gedruckt. Diese handwerkliche Technik ist auch heute noch ein bei Künstlern weit verbreitetes Druckverfahren. Das Grundprinzip ist das gleiche geblieben, nur ist heute an Stelle des Litho-Steines eine Offsetplatte aus wasserfreundlichem Aluminium getreten, die mit einer farbfreundlichen Beschichtung versehen ist. Diese wird durch einen fotochemischen Prozess an den nichtdruckenden Bildstellen entfernt.
Der moderne Offsetdruck ist eine Weiterent-wicklung der 1789 von Alois Senefelder erfundenen Lithographie (ebenfalls ein Flachdruckverfahren). Dabei wurden Steinplatten als Druckformen mittels Handpressung verwendet. Sowohl die Papierzuführung als auch die Abnahme nach dem Druck erfolgte per Hand. Im Laufe der Jahre wurden statt der Steinplatten biegsame Metallplatten als Druckformen benutzt. Meistens wurde von Zinkplatten gedruckt. In diesem Zusammenhang ergab sich das Problem, dass von den Zinkplatten nicht auf Blechtafeln (hart auf hart) gedruckt werden konnte. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein elastischer Gummizylinder zwischengeschaltet. Hierdurch entstand der indirekte Flachdruck, beziehungsweise der indirekte Gummidruck, der später in den Offsetmaschinen angewendet wurde.
Die auf dem Plattenzylinder aufgespannte Druckplatte (meist aus Aluminium) nimmt an ihren druckenden Stellen fetthaltige Druckfarbe, die vom Farbwerk geliefert wird, an, die nicht druckenden Stellen nehmen Wasser an, das von den Walzen des Feuchtwerks aufgetragen wird (bei Trockenoffsetdruck ohne Feuchtwerk wird durch eine Silikonschicht auf der Platte die Farbe abgestoßen). Die bildführenden und bildfreien Stellen der Druckplatte liegen in einer Ebene (Flachdruckverfahren). Durch die gegenseitige Abstoßung von Wasser und ölhaltiger Druckfarbe wird die Platte saubergehalten. Die Platte überträgt das seitenrichtige Druckbild seitenverkehrt auf das Gummituch, das auf dem Gummituchzylinder aufgespannt ist. Dieses überträgt das nunmehr seitenverkehrte Bild wieder seitenrichtig auf das zwischen Druckzylinder und Gummituchzylinder durchlaufende Papier.
Bei der Bogenoffsetdruckmaschine, die einzelne Bogen bedrucken kann, wird der Druckbogen vom Stapel in der Anlage von Saugern entnommen, seitlich ausgerichtet und dem im Druckzylinder befindlichen Greifer übergeben, der das Papier festhält und am Gummituch vorbeiführt, das an der Stelle, wo sich beide Zylinder berühren, das Druckbild seitenrichtig auf das Papier überträgt. Dieser Greiferrand (je nach Maschine zwischen 6 und 15 mm) kann nicht bedruckt werden. Bei weiterer Drehung des Druckzylinders wird der Bogen an auf der Auslagekette befindliche Greifer übergeben. Diese lassen das Papier dann auf den Auslagestapel fallen. Der Weg, den der Druckbogen durch die Maschine nimmt, ist rot eingezeichnet. Damit die Druckbogen nicht aneinanderkleben, wird von einem Puderapparat (nicht eingezeichnet) von oben eine dünne Puderschicht auf die Druckbogen geblasen. Das Ganze passiert je nach Maschine bei Bogengrößen zwischen min. 10 x14 cm und max. 1,60 x 2,20 m sowie zwischen Geschwindigkeiten von 3.000 bis 15.000 Druckbogen pro Stunde. Gummituchzylinder und Farbwalzen können von den braun eingezeichneten Waschwerken gewaschen werden.
Bei modernen Druckmaschinen können in einem Durchlauf mehrere Farben auf den Druckbogen drucken. und man kann sofort beim Druckgang sehen kann, wie der fertige Druck aussieht.
Dieser für mehrfarbige Arbeiten benutzt Vorgang sind Maschinen mit mehreren Druckwerken vorbehalten. Diese drucken nacheinander die Farben auf das Papier (Nass-in-Nass-Druck), wobei der Bogen zwischen den Druckzylindern übergeben werden muß. Das geschieht bei rasender Geschwindigkeit mit einer Genauigkeit im Bereich von Hundertstel Millimetern. Bei Druckmaschinen, die beide Seiten des Druckbogens in einem Druckgang bedrucken (Schön- und Widerdruckmaschinen), wenden den Druckbogen bei dieser Geschwindigkeit auch noch und drucken nachher die zweite Seite. Als Zubehör können an größere Maschinen noch Lackierwerke und Trockner angebaut werden.
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Einige Beispiele
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Ausstellung "60 Jahre CDU" |
Die Maschinen |
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Unter Grafik- oder Kommunikationsdesign versteht man die Gestaltung von visuellen Inhalten in verschiedenen Medien, die durch ihre Darstellung anderen Menschen etwas mitteilen. Dabei kommen vielfältige künstlerische und technische Mittel zum Einsatz.
Die dazugehörige, nichtgeschützte Berufsbezeichnung Grafikdesigner ist eine Spezifizierung des Begriffs Designer. Der Grafikdesigner unterscheidet sich somit vom Industrie-, Mode-, Foto- und Webdesigner. Diplom-Designer darf sich nur nennen, wer an einer Hochschule einen entsprechenden Studiengang abgeschlossen hat. Der Begriff Grafikdesign wurde von William Addison Dwiggins (1880-1956) 1922 geprägt. Vorher waren Drucker, Typografen, Schriftsetzer, Grafiker und Designer oft ein und die selbe Person.
Mögliche Tätigkeitsfelder beim Grafikdesign sind Typografie, Illustration, Fotografie, Druckgrafik, DTP (Desktop publishing), Werbung, Branding, Corporate Identity, …
Neben den klassischen Printmedien wie Zeitschriften und Bücher sind seit etwa 1990 vermehrt elektronische Medien mit interaktiven Eigenschaften die Anwendungsgebiete des Grafikdesigns.
Grafikdesign ist relativ fest mit den Anforderungen moderner Gesellschaften verankert. Schwerpunkte sind Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kommunikationsaufgaben von Wissenschaft und Kultur. Die Entwicklung des Grafikdesign ist jedoch nicht überall an die Industrielle Revolution gekoppelt. So hatten zum Beispiel in Frankreich soziales und politisches Engagement (nach der Studentenrevolte 1968) und (Plakat-)Kunst (Toulouse-Lautrec, und später auch polnische Plakatgestalter, die in Frankreich arbeiteten, wie zum Beispiel Roman Cieslewicz) einen sehr starken Einfluss. Quelle: wiki
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